Zurück zu den Ursprüngen

 

Nach vier Jahren, in denen sie sich mit dem neuauflegen alter Erfolge begnügten, melden sich Five Finger Deathpunch nun mit dem Album Legacy zurück. Ob das Werk wirklich den „Vermächtnis“ der Band gerecht wird erfahrt ihr jetzt.

 

Während der Vorgänger Afterlife zum Beispiel mit massivem Synthesizereinsatz eine progressive Richtung einschlug, entschieden sich Ivan Moody und Co nun für eine deutlich abgespeckte Instrumentierung. Nur noch ganz zart klingen Synth-Elemente an und den Hauptteil erledigen Kraftvolle Gitarren und Drummer Charlie Engen der hinter seiner Schießbude energisch aber immer passend den Takt gibt.

Die ersten vier Tracks Legacy, De Opresso Liber, Eye of the Storm und Nails in the coffin, lassen keinen Zweifel aufkommen, dass 5FDP sich von Afterlifes ruhiger Stimmung entfernt und auf Legacy deutlich brachialer zu Werke gehen wollen. Harte schnelle Gitarren und drückende Drums treten hier die Türe ein, bevor es mit dem Titel in Time wieder ruhiger wird.

Apropos Zeit, das gesamte Album fällt mit ein wenig über 36 Minuten knackig kurz aus. Moody und Mannen verfolgen von den zwei Balladen in Time und Everybody Lies, die sich mit seelischen Verletzungen beschäftigen, mal abgesehen, einen sehr schnellen aggressiven Stil.

Textlich wird im Gesamten Langspieler immer wieder eine enorme Wut spürbar. Unterstrichen wird das mit den Aufrufen zu Ungehorsam und Durchsetzungsvermögen. Exemplarisch dafür ist der Titel De Opresso Liber.

 

FAZIT: Legacy hat das drin was es verspricht. 5FDP kehren zu ihrem Kerngeschäft zurück. Wer den harten Stil und Moodys teils mit Pathos getränkte Texte mag findet mit diesem Album ein gutes Stück Musik vor. Nichts revolutionäres aber für Fans ansprechend.

 

Bewertung: 5 Sterne
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