Morgenstund hat Whiskas im Mund oder so ähnlich.
Catbreath melden sich zurück und lassen den Kater Freddy neue Abenteuer erleben. Die Thrashmetaller aus Kiel legen nach ihrem 2024er Debüt, Slice them All, nun mit der Single Play Dead nach.
Ob das Ganze immer noch wunderbar dreckig nach Katze, die gerade ihr Abendmahl beendet hat, riecht oder ob es mittlerweile eher weich harmonischen Minzgeruch verströmt, klären wir jetzt.
Sofort zu Beginn hageln heftige Base und Tom- Rhythmen begleitet von thrashigen Gitarren auf uns ein, bis schließlich die Snare unnachgiebig den Takt angibt.
Das Tempo bleibt für den größten Teil des Songs sehr hoch und Phillip Wolters heisere, aggressive Stimme sorgt zusätzlich für die abgehetzte und brutale Stimmung, die Fat Freddy, die Katze um die sich die Texte der Band drehen sicher braucht, um die vom ihm gejagten Ratten zu zwingen sich tot zustellen (Play dead).
Der Track wird von melodischen Gitarren beschlossen die zum Nachdenken über das gehörte, die Ratten, die den Abschaum jagende Katze und unsere Stadtgesellschaft einladen.
Fazit: Catbreath haben es wieder geschafft mit Katzenkalauer Gesellschaftskritik zu betreiben und dabei richtig soliden Thrash aufzulegen. Wir sind beeindruckt, haben die Nackenmuskeln gut aufgewärmt und freuen uns auf die EP Die bei the Claw.
Danke für das lesen und bleibt metallisch \m/
Christian Peeck
Moshpit Kombinat 2026
Noch nicht der letzte Atemzug.
Wo gearbeitet wird, da passieren Fehler. Mein letzter war, ungeduldig die Single Play Dead zu besprechen, nichts ahnend das Catbreath einen Tag später die zugehörige EP nachschieben.
Daher nun also meine Nachreichung und die Rezension der restlichen EP, Die By The Claw.
Nach dem schon besprochenen Play Dead, liefert der zweite Track, Inner Peace alles andere als diesen versprochenen Frieden. Lassen Catbreath ihren Kater Fat Freddy doch ein Brett raus holen und es dem Hörer mit voller Wucht ins Gesicht treten. „I can’t take it anymore“ und „silence is golden“ Heißt es im Song und diese rücksichtslose, nicht viele Worte verschwendende Aggressivität zieht sich durch den ganzen Titel.
Diese Härte setzt sich auch in Feline Fatality fort, es wird aber deutlich melodischer und ab Mitte des Tracks sogar recht punkig, was nicht von ungefähr kommt, geht Freddy dort doch ordentlich zu Werke und macht die Straßen wieder sicher, indem er sie von den faschistischen Ratten säubert.
Cros the Gate, beginnt schwer und Ominös, bevor er fahrt aufnimmt, bedient sich aber immer wieder an Blackmetalelenten. Sehr hervorzuheben sind da vor allem, die kehligen Screams, die sehr gelungen sind und ein Solo, welches die ominöse Ungewissheit, vom Beginn des Liedes nochmal episch wiedergibt.
Die EP schließt mit Stand Up And Fight. Persönlich erinnert mich der Titel ein bisschen an Metallicas Seek and Destroy. Ein richtig solider standesgemäßer Thrasher als Rausschmeißer.
Fazit: Catbreath liefern erneut richtig gute Thrashsongs mit Haltung. Wer „nur“ zum Headbangen reinhört, findet genau das und wer in die Texte tauchen mag, findet zudem Antifaschismus und Gesellschaftskritik. Auf jeden Fall lohnenswert in den Katzenatem reinzuschnuppern.
Danke fürs lesen und bleibt metallisch \m/
Christian Peeck
Moshpit Kombinat 2026