Airbourne- Airbourne
AC/DC auf Testosteron
Manche Bands werden alt, schlau und fangen plötzlich an, Akustikgitarren oder tiefschürfende Konzepttexte über die Sinnkrise des Lebens zu schreiben.
Und dann gibt es Airbourne.
Die Jungs aus Australien haben sich für ihre neue Platte einfach gedacht:
Fuck it, wir nennen das Ding einfach genauso wie die Band, drehen die Marshalls auf 12 und treten allen nochmal genauso gepflegt in den Arsch wie seit Tag eins.
Und ganz ehrlich?
Scheiß auf Innovation, genau DAS wollen wir doch hören!
Die Scheibe riecht schon beim Auspacken nach abgestandenem Dosenbier, verbranntem Gummi auf’m Festivalcampingplatz und Nackenschmerzen am nächsten Morgen.
Es ist wieder genau die Dosis AC/DC auf Vollgas-Testosteron, die man braucht, wenn die Woche mal wieder komplett nervt.
Überraschungen? Null.
Braucht das irgendwer? Nein!
Airbourne tun gar nicht erst so, als wären sie Intellektuelle. Das hier ist 47 Minuten stumpfer, unverdünneter Asphalt-Rock 'n' Roll auf die Fresse.
Wer Mucke zum Nachdenken, Weinen oder Tee trinken sucht, soll bitte Jazz oder Klassik hören. Wer sich aber einfach im Wohnzimmer die Rübe abmontieren und mit der Luftgitarre die Stehlampe abräumen will:
Scheibe kaufen, Bier aufmachen, Regler nach rechts!
Stefan Kraft
Moshpit Kombinat
2026