Asenblut auf Bruderschaft Tour im Hellraiser Leipzig
Asenblut – Bruderschaft Tour 2026 | Support: Subfire & Flammenmeer
Manchmal gibt es Konzerte, bei denen man nach Hause geht und einfach weiß: Das war verdammt gut. Der gestrige Abend mit Asenblut, Subfire und Flammenmeer gehörte definitiv in diese Kategorie.
Schon die beiden Vorbands machten deutlich, dass dieser Abend kein gemütliches Warm-up werden würde. Subfire aus Griechenland eröffneten den Abend und konnten das Publikum direkt auf ihre Seite ziehen. Danach übernahmen Flammenmeer und setzten die Messlatte noch einmal ein Stück höher. Beide Bands wurden vom Publikum ordentlich gefeiert – und genau das machte bereits vor dem Headliner klar, dass hier eine verdammt gute Stimmung in der Luft lag.
Dann kam Asenblut
Nach dem Support war es schließlich Zeit für den Headliner. Asenblut betraten die Bühne und machten ziemlich schnell klar, warum die Erwartungen an diesen Abend hoch waren.
Mit „Unbesiegbar“ startete die Setlist direkt mit voller Wucht. Danach ging es durch einen abwechslungsreichen Querschnitt aus der Bandgeschichte, darunter „Urgewalt“, „Seite an Seite“, „Bruderschaft“, „Entfesselt“ und „Tavernenrausch“.
Doch Asenblut lieferten nicht einfach nur Songs ab. Tetzel suchte immer wieder den direkten Kontakt zum Publikum, sprach mit den Leuten, feuerte die Halle an und machte die Zuschauer zu einem Teil der Show. Es entstand dadurch nicht das Gefühl, dass dort vorne eine Band ihre Setlist abarbeitet – vielmehr wirkte es wie eine gemeinsame Feier zwischen Bühne und Publikum.
Doch damit war der Abend noch lange nicht am Höhepunkt angekommen.
Bei „Der Druide“ bekam Tetzel Unterstützung von Haldruhir von Sagenbringer. Die beiden gemeinsam auf der Bühne zu erleben, war schlichtweg legendär.
Zwei Stimmen, zwei Musiker und eine Halle, die komplett mitging.
Gerade solche spontanen beziehungsweise besonderen Bühnenmomente machen Live-Konzerte aus. Und dieser Auftritt war definitiv einer davon.
Eine Halle geht rudern
Einer der absoluten Höhepunkte kam bei „Wölfe des Meeres“.
Auf einmal saß ein großer Teil der Halle auf dem Boden.
Und dann wurde gemeinsam gerudert.
Ein Bild, das man nicht alle Tage bei einem Metal-Konzert erlebt. Die gesamte Halle machte mit und verwandelte den Song in einen dieser Momente, die wahrscheinlich noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Mit den Songs „Berserkerzorn“, „300“, „drei Flüche“ und „Asenblut“ wurde dann das Ende eingeläutet.
Ein Abend für die Szene
Was dabei besonders auffiel: Das Publikum feierte wirklich alle drei Bands. Keine Selbstverständlichkeit bei einem Abend mit mehreren Acts. Subfire, Flammenmeer und Asenblut wurden gleichermaßen angenommen und sorgten gemeinsam dafür, dass die Stimmung vom ersten bis zum letzten Auftritt stimmte.
Und für uns war der Abend noch aus einem weiteren Grund etwas Besonderes.
Erst Interview, dann Abriss
Vor dem Konzert hatten wir bereits die Gelegenheit, mit Tetzel ein ausführliches Interview zu führen. Was vorher vielleicht noch ein bisschen Aufregung verursacht hatte, entwickelte sich zu einem richtig entspannten Gespräch.
Und wenige Stunden später stand genau dieser Mann auf der Bühne und lieferte mit Asenblut eine Show ab, die der Bezeichnung „Urgewalt“ mehr als gerecht wurde.
Für das Moshpit Kombinat war es damit ein Abend, der eigentlich alles hatte: ein starkes Interview, drei Bands, die Bock auf die Bühne hatten, ein Publikum, das jede Band mitnahm, eine gemeinsam rudernde Halle und einen ganz besonderen Moment mit Haldruhir und Tetzel.
So muss Metal live sein. Direkt. Laut. Gemeinsam. Ohne Filter.
🤘🏻 Moshpit Kombinat sagt: Danke an Subfire, Flammenmeer und Asenblut für diesen Abend!
Besonderer Dank geht an Katrin vom Hellraiser.
René Schwidder, MoshpitKombinat 2026